Die Torah weiblich gelesen: Schriftauslegung und Glaubenspraxis einer Rebbetzin (#10)
Shownotes
„Alles, was deine Frau dir sagt, hör auf sie!“ – Für Rebbetzin Daniela Fabian ist dieser göttliche Satz an Abraham eine der faszinierendsten Stellen der Torah. Gemeinsam mit Johanna Tannen und Prof. Felix Körner taucht sie mit dieser Episode tief in die jüdische Schrift- und Lebenswelt ein. Anhand hebräischer Wortwurzeln, klassischer Kommentare – wie sie etwa auf der frei zugänglichen Text- und Studienplattform Sefaria zu finden sind – und anschaulicher Erfahrungen aus dem Schulalltag wird deutlich, wie viel Psychologie und Lebensweisheit im biblischen Text steckt. Ein vielschichtiges Gespräch über weibliche Führungsrollen in der Tradition und die Frage, warum echte Weltverbesserung immer bei der eigenen Haltung anfangen muss.
Dieser Podcast wird produziert von TLDR Studios.
Transkript anzeigen
00:00:23: Willkommen zurück bei Alles Glauben, dem Podcast von Jesuit und Inhaber des Nikolaus Cousinus Lehrstuhls Felix Körner am Institut für Katholische Theologie an der Humboldt-Universität zu Berlin.
00:00:36: Und mir Johanna Tannen.
00:00:38: ich promoviere in katholischer Theologie und bin gerade für ein Forschungsaufenthalt an Georgetown, an der Georgetown University.
00:00:45: Wir sind der podcast alles glauben Über Religionen und wir sprechen hier mit unterschiedlichen Menschen auch aus Religion.
00:00:54: Wir verlangen aber keineswegs von unseren Hörern, man sollte alles glauben!
00:01:00: Und wir sind heute wieder an zwei unterschiedlichen Orten...und zwar wo sind Sie eigentlich gerade Professor Körner?
00:01:08: Ja ich bin natürlich in Berlin und ich muss jetzt auch in Berlin sein wenn es aber auch sehr gerne denn diese Woche hat Das neue Semester begonnen.
00:01:18: Montag erstmal von der evangelisch-theologischen Fakultät ausgerichtet, ein feierlicher Gottesdienst mit wunderbarer Orgelmusik und langer Predigt und Abendmahl wie es sich gehört.
00:01:31: Und gestern Dienstag haben wir dann bei uns am Institut für Katholische Theologie die feierliche Semesteröffnung gehabt.
00:01:38: Da haben wir noch mal einen Abendgebet, Festival gehabt und dann hat unsere neue Bibeltheologin Friederik Rey, ihre Antrittsvorlesung gehalten über das Buch Jesu Sirach und die verschiedenen Textüberlieferungen.
00:01:52: Früher dachte man ja es wäre ein ursprünglich griechisches Buch gewesen also oder zumindest hat man's nur auf Griechisch gehabt.
00:01:58: und inzwischen hat man lauter hebräische Texte gefunden.
00:02:02: wie kann man denn jetzt sagen was ist das Original?
00:02:05: Also eine ganz interessante und komplizierte Vorlesung gehalten und jetzt sind wir mittendrin.
00:02:11: Mansurdoren Hält zu dieser Stunde unsere erste Einführung in den Theologischen Kultursalon und morgen geht es dann weiter mit Glaube in Gesellschaft, auch natürlich eine interreligiöse Veranstaltung.
00:02:24: Also wir sind mitten im Uni Trugel!
00:02:26: Toll okay, toll.
00:02:27: das klingt gut.
00:02:28: der theologische Kulturesalon da darf ich dich auch schon mal teilnehmen.
00:02:31: also dass lohnt sich sehr.
00:02:32: alle Studis die hier zuhören wird mich einschreiben.
00:02:37: Das
00:02:37: sind schon hundertzehn Studis haben wir Aber man sieht, das ist eine tolle Zahl.
00:02:41: Das sind
00:02:44: wirklich sehr viele!
00:02:44: Aber nicht alle im theologischen Kultursand.
00:02:48: Ja okay aber trotzdem viele... Also es spricht sich rum an der HU.
00:02:53: Genau und wie geht's Ihnen?
00:02:56: Mir gehts gut.
00:02:57: ich bin gerade so zwischen zwei Tagungen.
00:02:58: Ich war gerade letztes Wochenende in Boston nochmal am Boston College.
00:03:02: da war eine spannende Tagung zu Religious Diversity Identity and Belonging Und das war sehr spannend.
00:03:11: und jetzt bin ich diese Woche in Vorbereitung für eine andere Tagung.
00:03:16: Worauf ich mich da freue, und zwar ist die in Helsinki... Ich war noch nie in Helsinkie, Nummer eins!
00:03:24: Aber warum ich mich besonders freue?
00:03:25: Weil ich da ein Paper von mir vorstellen darf und vor allen Dingen auch viele Forschende, die sich auch mit Religious Literacy in Europa aber auch in Nordamerika befassen treffen kann und hoffentlich meine Ideen schärfen kann.
00:03:43: Und mich austauschen kann über dieses spezielle Feld.
00:03:46: und heute haben wir einen Gast und zwar im Anschluss an die Letzte Folge, wo wir Professorin Tuba Ischik zu Gast hatten und mit ihr über Glow gesprochen haben.
00:04:00: Wir haben uns gefragt wie fühlt sich eigentlich Glaube im Leben an?
00:04:04: Und was ist eigentlich Glow?
00:04:07: Also was ist Ausstrahlung?
00:04:08: Was ist der
00:04:08: Glow?!
00:04:09: Was ist eine Haltung?
00:04:10: Und hatten da sehr spannende Gespräche auch über ästhetisches Lernen!
00:04:16: Heute wollen diese weibliche Perspektive weiterfühlen.
00:04:20: Und zwar gehen wir heute in einen Dialog, und zwar das Thema heißt die Tora weiblich gelesen?
00:04:28: Genau!
00:04:29: Dazu haben wir eine Rebezen eingeladen.
00:04:36: Alles
00:04:37: im Gespräch.
00:04:38: Wir sprechen heute nämlich mit einer Rebezin.
00:04:42: Was ist denn eine Rebbezin?
00:04:43: Müssen wir vielleicht erst mal klären.
00:04:44: so nennt man eine Frau eines Rabiners die selbst als Weise gilt und so Lebenserfahren, dass andere Menschen kommen und sie um Rat fragen.
00:04:55: Eine Rebezent dürfen wir also heute begrüßen und zwar Frau Daniela Fabian.
00:05:03: Der Name Fabian als Nachname ist uns bekannt weil ja Rabbi Daniel Fabian bei uns am Lehrstuhl an der Humboldt-Universität arbeitet und tatsächlich ist sie Frau Danjela Fabian Frau von Daniel Fabian, sehr schön.
00:05:20: Frau Daniela Fabian Bux im Zürich auf hat nach dem Abitur in England gearbeitet dann in Jerusalem an der Michlalah studiert.
00:05:33: Die Michlala ist ein Seminar für junge Frauen die sich eine oder zwei Jahre einem Intensivstudium der jüdischen heiligen Schriften widmen wollen.
00:05:45: Frau Fabian ist Sozialpädagogin, Sozialarbeiterin, Lehrerin für jüdische Fächer.
00:05:53: Und mit ihrem Mann Daniel Fabian isst sie Mutter von fünf Kindern.
00:06:00: Seit einundzwanzig Jahren wohnt sie in Berlin und jetzt ist sie uns dort sehr herzlich willkommen!
00:06:08: Dankeschön, vielen Dank für die Vorstellung.
00:06:11: Ich steigt auch mal gleich ein.
00:06:17: Bibel, heilige Schriften weiblich gelesen.
00:06:21: Als Frau die Tora lesen... Da würde mich zuerst mal interessieren was heißt es für sie eigentlich ganz konkret?
00:06:28: Tora Lesen?
00:06:31: Also wie lesen Sie die Bibel?
00:06:35: Ich frage da zuerst auch mal ist Bibel eigentlich das richtige Wort?
00:06:39: und dann auch nach welchem System lesen sie was ihnen gerade in den Sinn kommt?
00:06:44: oder wahrscheinlich gibt's da irgendeine Ordnung dann auch auf welcher Sprache lesen sie es, ist das mehr Rätzitation feierlich vor sich vorgetragen oder öffentlicher vorgetragten?
00:06:56: Oder ist es mehr Meditation?
00:07:00: und was machen Sie denn damit?
00:07:02: wenn Sie Torah-Bibel gelesen haben kann man sagen die Bibel inspiriert sie hilft Ihrem Glauben hilft Ihren Leben.
00:07:13: vielleicht können Sie uns auch sagen was wäre anders wenn sie die Bibel nicht hätten.
00:07:17: Also ich habe lauter solche Fragen, was heißt das für Sie als Frau?
00:07:22: Die Bibel zu lesen!
00:07:24: Wie würden Sie da mal einsteigen?
00:07:26: Ja, ich fange mal an... Ich kann nicht garantieren dass sich der Reihen auch alles richtig von den Fragen her richtig beantragt werden.
00:07:33: Aber also zuerst mal zur Frage.
00:07:36: Wir nennen es Torah und ich sage nicht Bibel ist nicht ein Ausdruck, den ich so im Alltag verwenden würde.
00:07:42: Also natürlich weiß was es bedeutet aber bei uns ist es Torah oder noch spezifischer wahrscheinlich dann Humasch.
00:07:51: Und das bezieht sich auf die fünf Büchermoses, also da gibt es fünf und Torah insgesamt wird dann auch ein bisschen größer.
00:08:03: Das ist wenn man die Propheten und die Schriften noch dazu nimmt, dann heißt das ganze Tanach.
00:08:10: Wenn ich mich damit beschäftige, Also sagen wir so, es ist nicht etwas was ich tagtäglich einfach in die Hand nehme.
00:08:20: Aber ich beschäftige mich damit einerseits wegen meiner Arbeit weil ich ja auch wirklich das Wort Choma schon verwendet habe.
00:08:30: Das sind die fünf Bücher Moses und das ist ein Fach was ich auch unterrichte in der Schule.
00:08:34: Das heißt ich beschäftigen mich diesbezüglich eigentlich schon damit und mindestens zweimal die Woche wenn ich dann die Kinder unterrichten im Fach lese ich doch auch daraus oder sonst würde ich, also die fünf Bücher wurden aufgeteilt so dass in einem Zyklus von einem Jahr immer am Shabbat ein Teil gelesen wird und innerhalb von einem jahr werden dann die fünf bücher durchgelesen.
00:09:05: Und die werden dann in der Synagobe wird dieser eine Abschnitt, der Wochenabschnitt heißt das auch, oder auf Hebräisch Parascha in der Synagoge vorgelesen.
00:09:16: Und da kann man sich dann auch damit beschäftigen, dass es dann eher inhaltlich ist.
00:09:21: und das ist auch wirklich noch einfach was ich unterrichte in der Schule den Inhalt von dem Wochenabschnitt.
00:09:29: Wenn ich es lese, dann lese ich es auf Hebräisch und manchmal brauche ich ja auch ein bisschen Übersetzungshilfe.
00:09:37: mit Englisch mache ich das dann.
00:09:38: Es gibt sehr gute solche Bücher also sozusagen diese Torra-Bücher, die mit englischer Übersetzung sind und das ist sehr hilfreich.
00:09:51: Es gibt auch diverse Kommentatoren, die man verwendet um gewisse einzelne Textstellen besser zu erklären.
00:09:57: Die verwende ich auch und vor allem dann im Unterricht werden sie auch öfter zugezogen damit man ein bisschen tieferen Inhalte versteht.
00:10:05: oder auch im Wochenabschnitt mit den älteren Kindern als ich hier unterrichte.
00:10:08: Im Wochenabschritt in verschiedenen Altersklassen also in verschiedenen Klassen Und je nach Alter würde ich da auch dann Kommentatoren hinzuziehen, die dann Dinge erklären, die so aus dem Text nicht direkt zu verstehen sind.
00:10:24: Und diese Kommentaturen sind zeitgenössische Autoren also die heute leben oder vor kurzem gestorben sind?
00:10:31: Oder sind das auch alte oder fast nur alte traditionelle Schriftsteller wie.
00:10:39: wer ist denn der Kommentator?
00:10:41: Also der Hauptkommentator den Ich jetzt zuziehen, der heißt Rashi.
00:10:50: Der hat um die Tausend rumgelebt.
00:10:54: also das ist schon ein Worms und das ist so der Hauptkommentator, der wirklich als erstes eigentlich immer zugezogen wird und schaut.
00:11:02: dann schaut man ob er was dazu zu sagen hat.
00:11:06: aber es gibt über eine Website und dass ist natürlich sehr hilfreich gibt es alles Kann man da nachschauen und dort werden zum Beispiel, wenn ich eine gewisse Textstelle habe dann kann ich dort mehr oder weniger anklicken alle anderen Kommentatoren die es da gibt.
00:11:21: Und wenn ich das Gefühl habe, dass es einen Kommentar mit dem Kinder was anfangen können würde ich auch andere nehmen.
00:11:28: also weiß nicht ob andere Namen ihnen etwas sagen.
00:11:31: deswegen.
00:11:32: Also hauptsächlich ist das eben raschisch.
00:11:34: Und diese Webseite das können wir ja dann auch verlinken?
00:11:38: Das ist wahrscheinlich Southaria, oder?
00:11:39: Genau!
00:11:40: Genau.
00:11:41: Das hat mir ihr Mann nämlich schon mal gesagt, sehr praktisch muss ich sagen.
00:11:44: Ja das ist wirklich praktisch genau
00:11:46: und bereiten Sie mit den Kindern immer die Bibelstelle oder die Parascha vom nächsten Shabbat vor?
00:11:57: Oder die letzten Shabbats dran war wird dann unter der Woche genommen.
00:12:02: für die nächste Woche sozusagen jetzt am.
00:12:05: Also ich hatte gestern hatt' ich und heute, da geht es um jetzt diese Woche spezifisch nur auch.
00:12:10: Um den... also nur!
00:12:12: Und die Arche und so.
00:12:13: Die Tora ist so ein Sinnbild für eben Lernen.
00:12:17: das heißt dass sollte eigentlich irgendwo auch immer eine Relevanz haben wo man auch eben irgendwas daraus nehmen kann für sein eigenes Leben und das auch anwenden kann.
00:12:29: deswegen es ist nie einfach nur um das Lesens willen oder eben sozusagen Meditation, sondern es ist lernen und zu schauen was kann ich?
00:12:39: Oder was können auch die Kinder daraus nehmen.
00:12:41: Und wenn jetzt der Noach dran kommt, was wird dann so eine Lehre sein, die sie mit den Kindern entdecken wollen und die in dem Herzen bleiben sollen?
00:12:53: Was wäre da so dran?
00:12:55: Zum Beispiel heute haben wir darüber geredet einerseits Das Noach in der Arche war er eigentlich konstant damit beschäftigt, sich um andere zu kümmern und zu geben.
00:13:07: Und das war zum Beispiel am Anfang ... War ja die Welt so kaputt dass die Leute sehr egoistisch waren und gestritten haben und voneinander genommen haben.
00:13:18: Und er hat dann bis zum gewissen Grad eine Reparatur.
00:13:22: also in der arche hat er dann bis zur gewissen grad da repariert weil er da nur mitgeben beschäftigt war.
00:13:28: Weil er musste sich darum kümmern zur richtigen Zeit ihr Essen bekommen und eben dort drinnen überleben.
00:13:35: Und Reparatur heißt jetzt nicht nur Löcher in der Arche reparieren, sondern die Welt wieder richtig herstellen so dass sie mehr dem Willen Gottes entspricht.
00:13:46: kann man das so verstehen?
00:13:50: Da muss ich mal fragen ist es dieses Tikum-Olam?
00:13:54: Ja, diese also ich kenne das unter der Reparatur der Welt sozusagen dass man in seinem sozusagen die Schrift in einen Handeln umsetzt und Das hat mich jetzt irgendwie daran erinnern.
00:14:05: Dass der Noah dann da in Aktion tritt und sich um Die Leute auf der Arche und die Tiere auf der arche kümmert.
00:14:14: ja Also die Kunde Olam das ist ein Begriff den gewissen Yulischen Strömungen mehr verwendet wird weil bei uns ist es nicht so ein Ein Begriff, der so oft verwendet wird.
00:14:27: Aber es wird irgendwie vorausgesetzt, dass wir daran arbeiten die Welt zu einem besseren Platz zu machen und das Beste zu geben und was positiv hoffentlich zu verändern.
00:14:41: Wenn nicht unser Umfeld dann mindestens mit uns anfangen zu erst mal bei uns im Uns zu verendern und zu verbessern.
00:14:48: Und dadurch hoffentlich auch den Menschen um uns herum.
00:14:51: Ich habe da noch eine Frage.
00:14:55: Also bei mir ist es so, ich habe eine Lieblingsbibelstelle.
00:14:59: Das ist Sprüche, einunddreißig, fünfundzwanzig das ist eine ganz kurze die heißt Kraft und Würde sind ihr Gewand sie spottet der drohenden Zukunft.
00:15:06: also das kann man unterschiedlich übersetzen aber so ist sozusagen die Einheitsübersetzung die so eine gängige Übelübersetzung im Christentum ist in deutschsprachigen.
00:15:18: Und da würde mich jetzt einfach interessieren haben Sie auch Stelle in der Tora, die sie irgendwie schon länger begleitet oder an die Sie sich öfter erinnern oder mit irgendwas verbinden.
00:15:37: Wenn ja warum?
00:15:38: Das finde ich aber ganz interessant!
00:15:42: Also es gibt zwei Stellen... Ich werde jetzt chronologisch sozusagen falsch herum sagen.
00:15:49: das eine ist Die Episode, wo Rebecca ihren Sohn Jakob ruft und sagt geh jetzt und hol den Segen von deinem Vater.
00:16:01: Weil dein Vater darf sozusagen den Secken nicht an deinen älteren Bruder ist auch geben weil das hätte verheerende Konsequenzen.
00:16:09: Und diese ganze Episode finde ich persönlich sehr spannend.
00:16:14: Ich habe die auch mit Also mit der Erklärung von Rabina Hirsch gelesen und deswegen, glaube ich, macht das Ganze noch spannender.
00:16:20: Weil er auch psychologisch Dinge erklärt und Hintergrundinformationen gibt die ich sehr wirklich faszinierend finde und jedes Mal find' ich das wieder spannend.
00:16:30: Aber ich muss ehrlich sagen im ganzen Buch Genesys oder?
00:16:36: Wäre es schick.
00:16:36: also Genesis gibt es sehr viele interessante Stellen.
00:16:40: aber die andere Stelle die ich noch jedes mal eigentlich sehr faszinierend und so beeindruckend finde ist.
00:16:50: Sarah sagt ihrem Mann Abraham, er soll die Markt also seine Zweitschrau, die Markthagger wegschicken.
00:16:59: und Ismail weil der... ich weiß nicht, hoffe die Namen auf Deutsch sind richtig so.
00:17:06: Dann
00:17:07: sagst du ruhig auch verbreit wie sie das mögen
00:17:10: oder was?
00:17:13: Er tut dem Sohn Isaac nicht gut.
00:17:17: Und Abraham möchte das nicht machen.
00:17:20: und Gott sagt zu Abraham, hör auf deine Frau!
00:17:23: Alles was seine Frau dir sagt, hört auf sie.
00:17:25: Ich finde das eine sehr starke Stelle weil ich denke, was gibt es mehr als dass Gott selbst sagt, hör die Frau?
00:17:36: Ja absolut.
00:17:38: Ich habe noch mal eine Nachfrage.
00:17:40: Es gibt ja auch Stellen, wenn man die in der Tora oder auch in der Bibel liest.
00:17:48: Dann ist man manchmal verwundert positiv und fragt sich okay was kann das jetzt bedeuten?
00:17:56: Also zum Beispiel in der Schöpfungsgeschichte wird ja die Welt in sechs Tagen erschaffen Ja, und es gibt auch also gerade jetzt aus weiblicher Weiblich gelesen.
00:18:11: Gibt es Stellen die jetzt zum Beispiel der Sprüche einunddreißigfünfzwanzig?
00:18:16: Die würde ich sagen man sehr gerne liest als Frau oder wenn ich die lese dann finde ich das würde ich empowert mich dass.
00:18:24: aber es gibt auf stellen finde ich in in der Bibel oder in der Tora, wo man vielleicht auch gerade in der Gegenwart erst mal so ein bisschen sich denkt.
00:18:33: Also die sozusagen eine Deutung vielleicht benötigen oder auch nicht und zum Beispiel dass der Mann über die Frau herrschen soll?
00:18:42: Die gibt es ja sozusagen auch diese Stellen wie gehen sie damit um?
00:18:47: also wäre das dann auch sozusagen einen Fall für unterschiedliche Kommentare lesen oder
00:18:55: ich glaube das ist dort eben was jetzt meinen ganz am Anfang, als eben bei Genes ist.
00:19:03: Und da spricht es sozusagen um die Berollen eigentlich von Mann und Frau mehr oder weniger auch.
00:19:10: Wenn man eine Erklärung dazu liess, habe ich auch noch nachgeschaut, der mitrauscht – das ist ein Teil von der mündlichen Lehre – er erklärt dass es hier nicht darum geht, dass der Mann diese Dominanz ausnutzen soll Sondern dass in jeder Verbindung von zwei Menschen, wenn ein Mensch eine Beziehung haben möchte zu jemandem anderen.
00:19:37: Dann in diesem Verlangen nach dieser Beziehungen ist der Mensch ... Wenn die Frau nach dieser beziehung verlangt und es ist wahrscheinlich sehr oft so, dass einer Frau eher die Beziehungsmöchte wahrscheinlich als ein Mann dann ist der mensch der dann sozusagen die Beziehung gibt oder darauf eingeht, am längeren Hebel und hat die Möglichkeit dann diese Macht auszuüben.
00:20:06: Und da sagt eben diese mündliche Lehre dass der Mann soll auf die soll darauf eingehen dieser Beziehungen zu geben aber das nicht ausnutzen darf um zu schaden deswegen nicht herrschen im Sinn von irgendwas Negatives zu machen sondern dass er eben halt diese Möglichkeit hat ihr was zu geben.
00:20:30: Okay, also
00:20:31: ich sage die Verantwortung.
00:20:34: Also würde ich jetzt das Verstehen sozusagen die Verantwortung wahrnehmen und ja verantwortungsvoll handeln?
00:20:43: Vielleicht sogar nochmal kurz zurückgeblendet zu ihrer ersten Lieblingsstelle.
00:20:47: Rebecca sagt ihrem Sohn Isaac dem Ja der Geburtsreinfolgen nach des Erstgeburtsrecht nicht zusteht.
00:20:56: Jetzt geh du mal hin und organisiere vielleicht zu böse gesagt, also hole du dir den Segen des Vaters.
00:21:04: Das ist deswegen eine ihrer Lieblingsstellen weil da auch die Mutter so eine weltgestaltende oder vielleicht sogar die ganze Geschichte gestaltende Rolle hat?
00:21:17: Oder was ist denn eigentlich der Clou für Sie, weil sie sagen das ist doch jetzt echt einer meiner Lieblungsstellen?
00:21:26: Ich denke, also sind eben Rebecca und Isaac verheiratet.
00:21:30: Und Jakob soll diesen Segen holen.
00:21:34: Ja genau wie Sie sagen ... Das
00:21:35: kann falsch gesagt peinlich.
00:21:36: Alles gut!
00:21:38: Weil sie den Weitblick hat.
00:21:40: Weil sie versteht dass sie eingreifen muss weil es einfach Dinge gibt die wenn man sie so weiterlaufen lassen würde sie im Verherrende folgen haben könnten.
00:21:55: Und die macht das aber sehr klug und sie kennt auch ihren Mann sehr genau.
00:22:00: Also es ist auf mehreren Ebenen, finde ich da spannend weil es zeigt eben Rebecca weiß wer ihr Mann isst und Sie kennt auch ihre Kinder und sie weiß was sie machen muss damit dieser Plan sozusagen auch erfolgreich umgesetzt werden kann.
00:22:18: Ja Weil Jakob möchte das eigentlich gar nicht machen weil Jakob wird auch beschrieben als der ehrliche also seine.
00:22:26: Ich sag mal, sein Attribut ist die Wahrheit und er möchte das gar nicht machen.
00:22:32: Und sie sagt ihm eigentlich macht das weil ich es dir befehle!
00:22:35: Du musst jetzt einfach auf deine Mutter hören.
00:22:37: du musst jetzt dieses Gebot befolgen deiner Mutter zuzuhören und deswegen machst du das jetzt.
00:22:45: Das finde ich auch sehr spannend weil wie gesagt er ist der immer der Wahrheit.
00:22:50: also er möchte alles der Wahrheiten nachmachen und das passt eigentlich gar nicht in seinen Charaktereien sowas zu machen, so ein Spielchen zu spielen.
00:22:59: Aber er spielte sozusagen weil die Mutter es befiehlt – nicht weil er das
00:23:02: möchte."
00:23:26: Rolle, die sie ja eine starke Führungstrolle, die sich einnimmt.
00:23:30: Ja absolut und jetzt muss ich das auch sagen es ist natürlich noch stärker weil Rebecca selbst kam von einem Haus.
00:23:38: der Vater war einen Betrüger.
00:23:40: der Bruder da ist der größte sozusagen er wird als der größten Betrüge überhaupt beschrieben dass heißt die weiß genau wie das funktioniert aber sie lebt eigentlich ganz anders.
00:23:52: aber wenn es benötigt wird dann werden halt dieser Mittel sozusagen eingesetzt für das größere Gut.
00:24:00: Also auch gewissen Pragmatismus an den Tag legt, ja!
00:24:04: Ganz schnell noch mal für unsere Hörerinnen und Hörern die jetzt nicht so bibelfest sind... Und ich habe mich ja gerade auch schon mit Biblifestigkeit blamiert aber ich rekonstruiere es schnell.
00:24:13: Rebecca und Isaak sind verheiratet.
00:24:17: der Isaak ist alt und blind.
00:24:21: Jetzt ist die Frage wer der beiden Söhne, Zwillinge tritt.
00:24:28: die Nachfolge des Vaters und damit die Rolle der gesamten Linie Israel stand eigentlich letztlich nachher an.
00:24:37: Und dann sagt die Mutter jetzt verkleide du dich so dass dein Vater dich für den E-Sau hält?
00:24:48: Bekommst du den Segen und so funktioniert es dann auch.
00:24:50: Also das war mir jetzt mal sehr grob, so gesagt aber darum geht's ja eigentlich ne?
00:24:54: Genau, genau so.
00:24:56: Das klingt ja schon ein bisschen nach Ermächtigung der Frauen.
00:25:03: Es gibt ja ohne dass wir jetzt da Experten drin wären sicher auch feministisch-jüdische Toraauslegerinnen.
00:25:16: ist ihnen das vertraut?
00:25:18: kommen die auch in ihrer eigenen Bibel-Beschäftigungswelt vor.
00:25:24: Kann ich mir auch vorstellen, bei Ihnen gibt es an der Schule oder in der Synagoge vielleicht so ein Frauenkreis von Tora-Diskussion.
00:25:34: und wenn es sowas gibt dann wie macht man das da?
00:25:39: Da wird dann diskutiert oder werden andere Kommentare gelesen als Frauen gemeinsam Bibel lesen, wie gibt's das auch?
00:25:52: Also mit dem feministischen... also es ist... Es gibt sicher Frauen die sozusagen feministischer sind als ich oder als sozusagen ihre Kreise haben.
00:26:05: Aber dass is nicht so... Ich hab damit nicht so viel zu tun weil... Also ich denke, da ist ja wahrscheinlich wieder dann eine ganz andere Diskussion, wie man auch Feminismus auslegt was das denn bedeutet und wie man das lebt.
00:26:19: Ich würde sagen, dass ich vielleicht für mich da eine ganz andere Definition habe als viele andere Frauen.
00:26:26: Und ich habe auch nicht in meinem tagtäglichen Leben das Gefühl, dass irgendwie unterdrückt bin oder dass sich jetzt unbedingt kämpfen muss etwas zu bekommen was ich sozusagen nicht habe.
00:26:36: also so fühle ich mich nicht.
00:26:40: und jetzt was Sie sagen mit... Also es gibt jetzt nicht sozusagen Gruppen von Frauen die sozusagen spezifisch Tora-Studium, dass man sich da trifft und so lernt.
00:26:51: Das gibt's manchmal vielleicht auch.
00:26:53: aber was es öfters gibt sind ... Was man nennt Chiorim.
00:26:57: also das sind Soforträge von Menschen Und die können zu allen möglichen Themen sein.
00:27:02: Die sind manchmal über Textstellen Manchmal zum Wochenabschnitt Aber manchmal auch Zu Gesetzen Also welche so die Schabbatgesetze zum Beispiel und das ist aber immer irgendwo mit einem Fokus von verbessern, entweder auf einer persönlichen Ebene einfach mich als Mensch zu verbessern oder auch in meinem religiösen Leben Gott gegenüber.
00:27:31: Also wie ich die Gesetze einhalte, dass ich sie besser verstehe und umsetzen kann.
00:27:35: Und das gibt es immer wieder, das gibt's sogar für Frauen ziemlich oft.
00:27:40: Die sind mal von Frauen werden die gegeben, mal werden sie von Männern gegeben.
00:27:44: also das ist nicht.
00:27:47: Also sozusagen, da gibt es keine Wertigkeit.
00:27:50: Und wo finden die dann statt?
00:27:52: Die Chiorim?
00:27:56: Genau!
00:27:59: Alles gut, Vorträge geht auch.
00:28:02: Sehr oft finden sie irgendwo bei einem Synagogengebäude statt und muss nicht in der Synagoge sein, aber dort bei den Synagogien gibt's verschiedene Räumen also irgendwo dort.
00:28:10: Manchmal aber auch beim Menschen zu Hause, das kann überall sein.
00:28:15: Man kann auch zum Beispiel im Sommer Bei einem Feiertag gibt's auch immer wieder so ein Treffen, zum Beispiel im Park.
00:28:23: Weil das passt zu dem Feiertagen mehr oder weniger und dann trifft man sich im Park und da geht es auch... Also redet auch jemand ein bisschen über etwas und dann kann man auch dort darüber sprechen.
00:28:35: also es gibt sozusagen da nicht wirklich Einschränkungen.
00:28:38: Ja
00:28:39: Und ich hab Sie so verstanden dass sie sagen Es gibt Leute die verstehen Feminismus anders.
00:28:45: Ich habe da eine andere Definition.
00:28:48: Haben Sie da eine Auflage?
00:28:50: Oder ist das jetzt zu viel Detailarbeit, weil sich das klang so als hätten sie auch einen bestimmten Feminismusbegriff, den die persönlich schätzen.
00:29:05: Deswegen wollte ich dann nochmal gerne nachhaken.
00:29:07: Also ich habe keine offizielle Definition oder etwas, weil es ist nicht dass ich mich sehr damit beschäftige nur für Feminismus nicht, dass eine Frau alles machen können muss oder alles machen soll wie Männer.
00:29:25: Sondern ich finde eine Frau... Ich würde sagen, Feminismus ist für mich mehr, dass einer Frau das machen kann was sie möchte und es muss aber nicht von Männern definiert sein.
00:29:39: Das heißt wenn eine Frau gerne zu Hause bleibt mit ihrem Kindern und sich um den Haushalt kümmert, ist das für mich nicht unfeministisch sozusagen.
00:29:48: Das ist keine schlechte Sache.
00:29:50: Ich finde das beeindruckend, ich könnte es persönlich nicht weil ich gerne arbeite und ich bin da gerne draußen und ich könnte nicht den ganzen Tag nur zu Hause sein.
00:29:57: aber wenn es Frauen machen die das können und auch erfüllt sind dadurch finde ich sie nicht unterdrückt sondern die machen das was sie gerne möchten und dass für mich genauso feministisch wie CEO zu sein wenn er seine Frau möchte
00:30:13: Professor Conner hat es ja auch vorgestellt, so sie sind die Ehefrau von meinem Kollegen also Dr.
00:30:20: Rabina Daniel Fabian und dafür gibt das ja dieses Brottrebetzen.
00:30:26: und
00:30:28: genau ich muss auch ehrlich sagen ich habe mich jetzt in der Vorbereitung bin ich zum ersten mal darauf gestoßen dass es diese Rolle gibt und finde das total spannend gefragt, wie das auch für Sie, wie sie das sozusagen auch erlebt haben als ihr Mann zum Rabiner ordniert wurde und wie dass sozusagen auch im Alltag für Sie ist.
00:30:56: Genau!
00:30:57: Das würde mich einfach mal voll interessieren.
00:31:01: Ja also jede... ich würde sagen jeder Mensch trägt ja mehrere Hüte und das ist sozusagen ein Hut den ich trage.
00:31:08: aber Ich laufe jetzt nicht mit einem ständigen Bewusstsein rum von ich bin Rebzen.
00:31:14: Ja, ich bin die Frau von meinem Mann und er ist Rabbina.
00:31:17: das ist sozusagen ein sehr bewusstes Verständnis für mich.
00:31:23: aber wenn man mich jetzt fragt was bin ich?
00:31:25: dann bin ich zuerst mal.
00:31:27: wahrscheinlich Bin ich Mutter Ehefrau eins von den beiden.
00:31:30: zuerst weiß ich es nicht wahrscheinlich also schwer zu sagen Dann bin ich Lehrerin Sozialarbeiterin Und vieles anderes, bevor ich mich selbst als Rebizen bezeichnen würde.
00:31:43: Weil das ist nicht mein Hauptberuf.
00:31:47: Es gibt Frauen, die sind wirklich hauptberuflich sozusagen Rebezins und das ist auch das, womit sie sich beschäftigen und was sie machen also sich um andere Menschen auch kümmern.
00:31:56: oder von einer Gemeinde zum Beispiel bei einem Gemeinderabiner da ist die Frau eher viel mehr also Rebzen als eben jetzt bei uns weil man kein Gemeinderabbiner isst.
00:32:09: Ist das jetzt bei mir nicht unbedingt so?
00:32:12: Ja.
00:32:12: Guck mich auch schwer, wenn Menschen mich manchmal rufen, dann ist es so ... Wir hatten gerade eine Feier und da wurde ich von jemandem benannt.
00:32:21: Und ja, ich hab mich umgedreht, nur weil ich wusste, dass er mich ruft.
00:32:25: Aber es ist jetzt nicht die Hauptbezeichnung nach der Ich
00:32:29: gehe.
00:32:30: Ja.
00:32:31: Genau.
00:32:32: Weil Rabbi Dr.
00:32:34: Daniel Fabian im Landesrabiner in Sachsen-Anhalt ist dort ist und sonst eben an der juristischen Fakultät, bei uns am Lehrstuhl für Theologie der Religionen in der Humboldt-Universität arbeitet.
00:32:46: Ist halt gerade kein Gemeinderabin hat das nochmal zur Erklärung dazu gesagt.
00:32:52: Aber wenn Leute zu ihnen kommen und um Rat fragen sind es dann meistens Frauen?
00:33:02: Und welche Art von Rat und welche Beratungen wünscht man sich Rapids und welche, welcher Typ Fragen kommt?
00:33:18: Also wenn jemand kommt dann sind das natürlich Leute die mich irgendwo auch schon kennen.
00:33:23: Und die kennen mich dann halt vom familiären Umfeld und haben mich vielleicht schon auch erlebt in meinem Umgang mit meiner Familie als mit meinen Mann, meine Familie usw.
00:33:38: Dann sind es vielleicht auch Fragen zu... Also sagen mehr persönliche Fragen entweder zu Kindererziehung, weil das auch etwas ist, wofür ich sehr brenne und was mir sehr wichtig ist.
00:33:50: Und das ist so meine Sache, womit ich mich ja auch viel beschäftige oder auch im Sinn von Mann-Fraubeziehungen.
00:34:02: Einfach wirklich eine Paarbeziehung in dem Stil, dass man fragen würde.
00:34:08: Bisschen Eheberatung geradezu?
00:34:11: Ja, aber es ist jetzt nicht so dass das jetzt so oft passiert.
00:34:13: Aber manchmal wenn wir Gäste haben oder so dann sind wir auch mein Mann und ich zusammen und dann sagen wir beide Dinge von dieses Bezüglich.
00:34:26: Jetzt haben Sie noch das Stichwort Kinder unterrichten oder Kinder erziehen gebracht?
00:34:32: Das interessiert mich besonders wie sie dann in der Schule die jüdischen Fächer unterrichten.
00:34:41: Also ich könnte mir ja vorstellen, dass das Hebräische dann doch auch eine große Rolle zu spielen beginnt.
00:34:50: gibt es sicher auch hebräisch Unterricht bei Ihnen an der Schule nicht war?
00:34:53: und was machen Sie mit den Kindern?
00:35:00: Dass sie die Torah selber erklären können.
00:35:03: Also, sind es mehr?
00:35:04: dürfen die da ihre Fantasie dann auch spielen lassen?
00:35:07: oder sagen sie der Moment jetzt mal ich erkläre euch erstmal Rashi im Kommentar sagt das und macht jetzt mal Beispiele oder malt ein Bild dazu.
00:35:17: oder einfach mal ganz konkret wie vermitteln Sie Verständnis für Tora?
00:35:28: Die Klasse, die ich unterrichte ist eine sechste Klasse d.h.
00:35:30: sozusagen ein bisschen weiter in ihrem Verständnis.
00:35:34: Und bei uns ist es schon, dass wir lesen auf Hebräisch und dann versuchen wir das gemeinsam zu verstehen.
00:35:41: Schon sehr klar am Text sind lang.
00:35:44: Und dann lasse ich meistens auch... also ich lass die Kinder lesen meistens.
00:35:48: Und auch Rashi können Kinder auch schon selbst lesen.
00:35:52: Das ist ja auch noch so eine andere Schrift, das ist ein bisschen eine Herausforderung.
00:35:55: aber die machen das eigentlich jetzt in dieser Klasse machen das die meisten ziemlich gerne Und dann versuchen wir das zusammen zu verstehen.
00:36:02: Das heißt, ich werde auch wirklich Wort für Wort durchgehen und auch manchmal fragen was sie verstehen, was nicht?
00:36:10: Und was besonders ist an der hebräischen Sprache – also von meinem Chef mehr oder weniger – ist dass wir auf einen spezifischen Punkt eingehen immer mal wieder.
00:36:26: Und zwar in der heberischen Sprache gibt es Wort sozusagen Stämme, also so Wurzeln nennt sich das.
00:36:33: Und dass man... Dass wir die auch heraus suchen immer wieder in den verschiedenen Texts als in verschiedenen Fersen und dann durch diese Wurzel kann man auch Wörter verbinden wo man nicht dachte, dass sie irgendeine Verbindung haben miteinander zum Beispiel.
00:36:51: ich kann hier ein ganz praktisches Beispiel geben was letzte Woche passiert ist und das fand ich eigentlich ganz spannend.
00:36:56: da gab es einen Wort Das hieß hinlegen.
00:37:01: Und dann, wenn man die Wurzel anschaut, da haben wir sie herausgefunden und dann habe ich gesagt... das ist ähnlich wie noch etwas.
00:37:07: Dann haben die rausgefunden dass es ein ähnliches Wort ist, Herr Bebräsch.
00:37:11: Wie?
00:37:12: Also sozusagen hat dann die gleiche Wurzel.
00:37:14: Wie Ruhe!
00:37:15: Die Schabbatruhe.
00:37:18: Aber das ist ja auch irgendwo verbunden.
00:37:20: Wenn wir ruhen, legen wir uns ja auch hin.
00:37:22: Also wirklich ganz spezifisch so.
00:37:24: aber Im Hebräischen gibt es ganz viele solche Dinge, die einem helfen etwas besser zu verstehen.
00:37:30: Und ich finde das ganz spannend und damit arbeiten wir sicher auch viel.
00:37:34: Das heißt, wir gehen vom Text aus und dann erkläre ich... Man muss auch verstehen in der Torres auch ganz viel sind psychologische Dinge dahinter, die ich den Kindern immer wieder zum Teil versuche zu erklären von der menschlichen Psyche und wie Dinge funktionieren oder warum etwas ist, wie es ist.
00:37:53: Und das finde ich auch ganz spannend eigentlich.
00:37:57: Auch jetzt bei Noach, da steckt ja auch so ein Wort für Ruhel drin.
00:38:02: Kann bis dann auch vor schon?
00:38:04: Also jetzt diese Woche habe ich da nicht ... Aber natürlich stimmt!
00:38:07: Wir haben nur hundert Prozent Recht.
00:38:08: Das ist gleiche.
00:38:09: Ja.
00:38:10: Das find' ich auch interessant dass man dann sozusagen kann man sagen sie suchen denn eigentlich so Wurzelfamilien vielleicht oder eine Wurzeln und dann gibt's darum sofort Familien die sozusagen die gleiche Wurzel haben und auch irgendwie in ihrer Bedeutung zusammengehören, dass ich vielleicht auch zusammen entwickelt habe.
00:38:28: Und bestimmte Konzepte in sozusagen dem Glaubensinhalt sich dadurch für die Kinder erschließen und nachvollziehbar sind.
00:38:40: Aber es ist nicht immer, dass ich die unbedingt suche.
00:38:44: Es ist mehr, dass wir von den Wörtern rausgehen und dann die Wurzeln haben.
00:38:48: Manchmal ergibt es sich, dass sie plötzlich merken diese Wurzel ist ja verbunden mit diesem anderen Wort.
00:38:54: Und das ist die gleiche Wurze.
00:38:55: Und irgendwo merken wir dann diese Würze miteinander verbunden.
00:38:58: aber das ist jetzt nichts als wird das jeden Tag so suchen oder so sondern das ist mehr ein... Das ergibt sich manchmal auch.
00:39:07: Und kommst du vor, dass die Kinder dann sagen, ich sehe das so und da gibt es eine richtige Debatte unter den Kindern oder ist das eher noch nicht?
00:39:18: Manchmal
00:39:19: gibt's das schon.
00:39:19: Es ist nicht so oft aber die diskutieren auch manchmal über Dinge oder was sie sehen wie.
00:39:25: also ich versuche der auch.
00:39:27: Ich stelle schon auch viele Fragen dass ich möchte dass die Kinder auch selbst nachdenken.
00:39:32: Also nicht nur eine Frage wo die Antwort schon klar ist wer war der Sohn von oder sowas?
00:39:38: ja sondern eine Frage, auf die es mehrere gute Antworten gibt.
00:39:43: Warum war das so?
00:39:48: So wie ich das jetzt verstehe ist sie arbeiten mit den Kindern sehr an den Wörtern und sozusagen in der Sprache öffnen sich dann da Welten- und Zusammenhänge.
00:40:00: aber vielleicht jetzt ein bisschen blöde Frage.
00:40:08: Also kann man auch sozusagen von dem Text ausgehen und dann etwas in Anführungsstrichen neues kreieren, also ich weiß nicht so künstlerische Umsetzung davon.
00:40:18: Ich weiß nicht zum Beispiel ein Theaterstück oder irgendwie malt was... ist das auch eine Methodik, sagen wir hatten es in der letzten Folge sehr sozusagen ein ästhetisches Lernen.
00:40:33: Das war jetzt bei Tuber Ischig viel über Musik und sie hatte da uns einfach beschrieben dass Sie sagen einen Ästhetischen Lernen über Musik.
00:40:44: so eine ja für Sie hat es beschrieben als sehr tiefe Erfahrung die irgendwie einen anderen Zugang jungen Menschen ermöglicht und dadurch irgendwie sehr tief die Persönlichkeit prägt.
00:40:59: Und auch nochmal andere Sinnes, Wahrnehmungen und Kreativität vielleicht anspricht?
00:41:04: Und gibt es sowas irgendwie auch bei Ihnen im Unterricht?
00:41:09: oder würden Sie das machen oder widerstrebt Ihnen das?
00:41:11: Und Sie denken so ne eigentlich bei uns geht's eher um den Text und den gemeinsam zu erkunden und irgendwie... da so richtig Tiefenbohrung anzustellen, wo kommt das aus den Wörtern her?
00:41:22: Was ja auch irgendwie eine Kreativität hat.
00:41:24: Aber könnte man auch was Neues gestalten?
00:41:28: Ich weiß nicht ob neu gestalten aber es ist natürlich sinnvoll einfach für das Lernen der Kinder dass sie dann... Dass man mit denen auch mal etwas kreativeres macht.
00:41:41: genau wie Sie sagen Jeder hat ja so seine Ort, wie er oder sie unterrichtet.
00:41:49: Und es ist weißens mit nicht wenig Mühe verbunden komplett rauszugehen aus sich selbst und was komplett Neues zu machen.
00:41:59: Ist aber natürlich eigentlich ein theoretisch oder rein sozusagen wenn man darüber nachdenkt eine sinnvolle Sache mal das sowas zu machen.
00:42:07: ich bin jetzt Der Mensch, ich würde vielleicht mal meine Stimme verstellen oder auch was theatralisch irgendwie ein bisschen vorspielen für mich selbst.
00:42:14: Oder irgendwie lauter werden wir auch immer aber Ich bin jetzt nicht unbedingt die Person, die einen Theaterstück aufführen würde mit den Kindern.
00:42:24: Aber wir haben zum Beispiel eine Lehrer der hat mal mit den Kinder im Zusammenhang mit einem Thema So eine Bundeslade gebaut mehr oder weniger, also dann gebastelt über eine Weile weg als sie das die Gesetze dazu gelernt haben.
00:42:38: Und das war natürlich eine super Sache.
00:42:39: Die haben das danach präsentiert und die wurde behalten.
00:42:41: Also die gibt es immer noch.
00:42:44: Super Sachen!
00:42:45: Wie groß war die?
00:42:47: Das ist ja dieses Gefäß in dem...
00:42:50: Sie waren nicht so klein.
00:42:51: ich weiß nicht was die genauen Maße sind.
00:42:53: kann auch sein dass sich wirklich genau an die Maße gehalten haben die in der Torra erklärt werden.
00:42:59: beschrieben werden, wie groß die waren.
00:43:01: Aber ich weiß sie haben sich dann auch gold angemalt und so weiter.
00:43:04: also die haben sich wirklich damit beschäftigt und das mir ist es geblieben.
00:43:07: Ich bin sicher dass es den Kindern auch gebliebene.
00:43:09: das sind natürlich super sachen.
00:43:11: aber Es ist nicht dass wir jetzt neu interpretieren sondern Wir nehmen das was wir
00:43:17: ja
00:43:18: kennen Und wir versuchen das vielleicht ein bisschen spannender darzustellen.
00:43:23: können Sie bitte unserer höherein und hören noch mal erklären Was Die bundeslade überhaupt ist?
00:43:28: Also die Bundeslade, das war ... als die Juden in der Wüste waren hat Gott sozusagen gesagt, dieses Volk soll eben so wie ein Haus bauen.
00:43:42: Und da wurde... Da gab es halt dieses, ich weiß gar nicht wie das, das Stiftzelt genau.
00:43:50: Stift-Zelt ist auf Deutsch und dort drin gab es verschiedene Möbelstücke.
00:43:59: Auf Hebräisch würde ich ein anderes Wort dafür verwenden.
00:44:02: Und da gab
00:44:02: es... Oh, das hören wir auch immer gerne!
00:44:05: Also auf Hebränisch die Übersetzung von der Hebräschen wäre eher Gefäße als Möbel aber das passt auch nicht wirklich.
00:44:14: also ist auch schwierig.
00:44:15: und eines davon war halt die Bundeslade.
00:44:18: Das war das Heiligste.
00:44:20: also das kam auch in den heiligsten Bereich wo später im Tempel oder auch in der Wüste im Stiftzelt selbst und auch im Tempel.
00:44:29: Dieser Bereich wurde nur einmal im Jahr am Jom Kippur, also am heiligsten Tag des Jahres vom Hohepriester betreten und da ging es um Syner.
00:44:41: Auf jeden Fall in diesem, das hat ganz genaue Maße, die Maße werden in der Torah erklärt, in der Bundeslade sind.
00:44:52: Die zerbrochenen Gesetze haben, die Moses zerbrochen hat dann die ganzen Gesetze haben, also die zweite Version sozusagen.
00:45:01: Eine Portion von den Männern aus diesem speziellen himmlischen göttlichen Essen was die Juden in der Wüste bekommen haben und das Stab von Aron.
00:45:11: Und es kann man sich wie so eine Truhe vorstellen oder?
00:45:14: Genau!
00:45:14: Das war ne Truhe, die bestand aus, soll sagen die hatte drei Lagen, gold und in der Mitte Holz und drin wieder Gold Reines Gold und der Deckel war auch als Gold.
00:45:25: Und da drauf waren zwei Engel, also viele Leute haben das garantiert schon gesehen.
00:45:30: ein Bild davon.
00:45:32: Ja und das haben die Kinder über ein bisschen in der Schule noch mal gebastelt.
00:45:37: Aber nicht aus echtem Gold.
00:45:43: Ja und wir haben hier in dem Podcast wollen nicht unsere Gäste hier irgendwie grillen oder ausfragen, sondern wir sind natürlich auch offen für Fragen die sie vielleicht an uns haben.
00:45:58: Und genau jetzt stehen wir bereit auf Fragen zu beantworten!
00:46:05: Ich weiß nicht, ich find's spannend mit ihm zu sprechen.
00:46:08: Aber ich hab jetzt nicht irgendwie spezifisch irgendeine Frage die ich jetzt so stellen könnte, muss ich ganz ehrlich sagen?
00:46:13: Ja ja klar, da macht mir nichts mehr.
00:46:17: Alles gut!
00:46:18: Vielleicht hätt' ich doch eine Frage... ...die Zeit noch ist.
00:46:22: Ich habe es jetzt realisiert, dass ich mir das aufgeschrieben habe.
00:46:24: Also ich hoffe wir können es beantworten.
00:46:27: Weil es mich doch interessiert.
00:46:32: also sozusagen die anderen beiden Weltreligionen als der Judentum, also Christentum und Islam.
00:46:38: Die stammen ja original auch, sozusagen kommen ja irgendwo vom Judentom Und in der Terror wissen wir, da sind sehr viele Anweisungen drin und auch... Also ja, es sind viele Anweisungen drin, die wir so leben.
00:46:55: Was ist mit diesen Anweisung passiert?
00:46:59: sozusagen dann im Christenturm später oder auch im Islam?
00:47:04: Ganz genau.
00:47:05: Also, islamischerseits ist es ja eher so dass die sagen Die Bücher Israels sind jetzt für uns nicht die heiligen Bücher Sondern der Koran sagt jetzt nochmal wie es ursprünglich gemeint war und da werden viele Regeln Israils ja auch übernommen Sowohl im Koran als auch in der islamischen Traditionen.
00:47:28: dann also zum Beispiel kein Schweineölfleisch Essen und kein Blut essen.
00:47:35: Und die Beschneidung, aber Christentum ist ja anders.
00:47:39: Für uns sind ja die Schriften Israels als altes Testament auch voll gültige Bibel.
00:47:46: Aber die Gültigkeit des alten Testaments besteht jetzt nicht mehr in ihrem wörtlich normativen Sinn.
00:47:55: also wenn da steht beschneiden dann heißt es wir müssen euch beschneiden lassen.
00:47:59: Wenn da steht kein Schweinefleisch, dann heißt es ihr dürft kein Schweinfleisch essen.
00:48:03: Sondern wir sagen durch Christus haben die für die Menschen, die nicht zum Volk Israel gehören jetzt eine andere Bedeutung gekommen.
00:48:14: Also dass eben die Beschneidungen etwas ist was wir in unserem Geist, in unserem Sinn vollziehen ganz für Gott offen zu sein oder das eben die Reinheit des Essens eben auf die Reinheit der Herzen sich bezieht.
00:48:30: Das übrigens gerade heute im Evangelium auch nochmal deutlich gesagt, also das wird sozusagen ein vergeistigter Text eine Norm, die jetzt nicht mehr ihre physische Bedeutung hat sondern eine geistliche Bedeitung bekommen hat.
00:48:53: so lesen wir die Schriften, die wir dann erstes Testament oder altes Testament nennen.
00:49:02: Und ich kann mir vorstellen deswegen auch die Frage des Wunderziehs, dass wir sagen einerseits es ist ja unsere Bibel auch und unsere heilige Schrift auch aber wir halten uns nicht an den genauen Regelgehalt.
00:49:15: Ist das oder?
00:49:17: Nein!
00:49:18: Ich sage nicht, dass Sie sich nicht daran halten weil offensichtlich es gibt eine Basis für wie das Christentum so lebt.
00:49:26: Ich habe mich nur gefragt, wo ist es sozusagen in der Anwendung hingekommen?
00:49:31: Also ich würde jetzt nicht sagen man hält sich ein Versuch nicht dran sondern eben was ist einfach damit passiert.
00:49:35: Das war die Frage aber das haben Sie gerade erklärt.
00:49:38: Ja aber die Frau Tannen hat meistens nochmal einen anderen Blick drauf.
00:49:42: wenn sie möchten können sie gerne noch mal von ihrer Seite uns auch sagen
00:49:45: Ich glaube, es gibt da schon länger Diskussionen, ob man überhaupt noch vom Alten Testament sprechen sollte.
00:49:52: Ich würde nämlich auch sagen das ist eigentlich ein ungünstiger Begriff für sozusagen den Bereich, den wir mit dem Judentum teilen.
00:49:59: Das Judenturm hat für uns einen ganz besonderen Wert denn Jesus war Jude und also Gott kam zu den Menschen und wenn man jetzt ganz plastisch sagt, kam er im jüdischen Fleisch.
00:50:14: Also Inkarnation ist ja sozusagen Fleischwertung von Karnev aus dem Lateinischen, Fleisch und deswegen würde ich sagen also Jesus war voll und ganz Jude.
00:50:25: Und genau und deswegen hat das Judentum einen sehr bis heute sozusagen dynamischen Wert und ohne das Judentum wären wir überhaupt nicht, also geil ist uns überhaupt nicht.
00:50:42: Von daher finde ich hat es uns einen besonderen Wert und finde auch sinnvoll da vom ersten und zweiten Testament zu sprechen weil Jesus Jude war.
00:50:54: Hilft Ihnen das schon ein bisschen weiter, Frau Fabian?
00:50:57: Oder Sie können natürlich selbstverständlich... Wir fragen ja auch immer nach.
00:51:00: Sie können gerne auch nachfragen!
00:51:02: Nö, alles gut.
00:51:03: Alles gut.
00:51:04: Sie haben uns ja erklärt.
00:51:06: Ja also eine Frage habe ich noch.
00:51:11: Können sie sich vorstellen wie ihr Leben aussehen würde wenn es die Schriften Israels, wenn es Torah gar nicht gäbe was werden dann?
00:51:20: Das Judentum ist natürlich so dann basiert auf der Torra.
00:51:28: Aber gleichzeitig ist es eine Beziehung zu Gott, also das ist basierend auf den Inhalten und den Gesetzen von der Torra, ist es eben diese göttliche Beziehungen.
00:51:42: Das heißt wenn's das so nicht gäbe dann gäb sie ja irgendwo wahrscheinlich diese Beziehungs-Gott auch nicht oder nicht in dem, nicht auf dieser Art und Weise... Und das wäre für mich sehr schwer vorzustellen, weil mich das schon auch tagtäglich begleitet.
00:52:03: Das ist ein tolles Schlusswort!
00:52:09: Es geht um die Beziehung sehr schnell.
00:52:11: Vielen vielen Dank.
00:52:12: und genau wir hoffen sie hatten.
00:52:15: es war für Sie auch eine anregende Stunde und wir freut uns sehr dass Sie dabei waren.
00:52:21: Danke schön.
00:52:22: Vielen dank Ihnen.
00:52:23: ja war sehr spannend für mich.
00:52:26: Ihnen auch alles Gute.
00:52:27: danke schön
00:52:27: Herzlich groß an die ganze große Familie.
00:52:30: Danke!
00:52:34: Alles klar?
00:52:35: Ja, dann sind wir jetzt in der Kategorie alles klar und ich glaube sie brauche mittlerweile nicht mehr zu erklären.
00:52:43: Aber ich frage... Alles klar ist alles klar.
00:52:44: Genau,
00:52:44: alles klar ist alle klar.
00:52:46: Fragezeichen Ausrufe zeichnen Und ich gebe mal diesen fragenden Ausruf an Sie.
00:52:52: erstmal was ist Ihnen klar geworden?
00:52:56: Ich habe mir so ein Nachgedanken jetzt und zwar Frau Fabian sagt, Noah ist da in der Arche und gibt allen Tieren Essen zur rechten Zeit.
00:53:09: Und damit repariert er was vorher war.
00:53:13: Dann fragen sie, was mir auch total eingeleuchtet hat, Ist das nicht so ähnlich oder ist es eigentlich dieses Tikkun-Olam?
00:53:21: Nämlich die Welt reparieren und dann sagst du naja also eigentlich nicht so ganz.
00:53:26: Daran ist mir klar geworden.
00:53:31: diese Idee dass Viele Juden und Juden heute sagen, wir müssen unseren Gottesdienst als Weltdienst betreiben.
00:53:40: Und in der Welt viel Gutes tun die Welt zu einem besseren Platz machen.
00:53:48: das hat sie ja dann auch so zitiert.
00:53:50: Das ist nicht genau das was die Frau Fabian will.
00:53:52: Die sieht er Der Noah hat sich geradezu geschämt für die Menschen die vor ihm gelebt haben und möchte jetzt mit seinem eigenen Verhalten ein besserer Mensch sein.
00:54:13: Und ich glaube, darum geht es ihr eigentlich... Natürlich möchte sie auch in der Welt Gutes tun, das ist unbestritten.
00:54:20: aber sie möchte eben da nicht so einen Riesenanspruch erheben Ich mache die Welt zu einem besseren Platz Sondern ich als Frau Fabian und wir als Familie.
00:54:30: Wir wollen mit reinem Herzen Gott dienen Und damit der Menschheit diesen Beitrag geben, also weniger jetzt große Weltgestaltung als vielmehr so an Akzent auf Herzensbildung.
00:54:53: Wie ist es denn Ihnen gegangen?
00:54:54: Was bleibt in Ihnen?
00:54:56: Ja erstmal danke nochmal für die Reflexion weil das jetzt auch spannend für mich ist.
00:55:02: Ich glaube, das haben sie noch mal gut so raus katalysiert.
00:55:06: Dass es der entscheidende Unterschied ist.
00:55:09: Sie hat es mich nicht mit Ticom Olam, hat nicht bei ihr resoniert für was sie beschrieben hat und ich kann sagen geht's mehr um nicht sehr ins Außen.
00:55:20: Ich muss irgendwie die Welt um mich herum versuchen zu verbessern sondern bei mir anfangen.
00:55:25: Das meintest du ja auch mal kurz.
00:55:28: Spannend.
00:55:28: Ja, das hilft mir jetzt auch nochmal, das besser zu verstehen und was ich mitnehme, was ich spannend fand vor allem auch sozusagen in dieser Doppelfolge.
00:55:42: Wir hatten ja letztes Mal ging es ja ums ästhetische Lernen und ich kann mich erinnern, ich war als junger Mensch also als Kind habe ich auch ein sehr ästhetisches Lernen, war ein großer Bestandteil meines Lebens und ist bis heute noch... Ja, ich hab ganz viel gemalt in meinen... Also ich mal auch heute noch.
00:56:01: Sehr große so Acryl-Line Wände.
00:56:02: Das
00:56:03: weiß ich ja gar nicht!
00:56:05: Machen wir das nächste Mal im Hintergrundbild.
00:56:07: Diese jetzt alle in Deutschland?
00:56:09: Ich kann die ja nicht nach... Es wird schwierig, die hier zu importieren.
00:56:12: Deswegen dieses Jahr muss sich es unterbrechen.
00:56:15: Aber an und für sich mache ich das sehr gerne Und finde, dass sie ihm.
00:56:19: deswegen fand ich es spannend ob sozusagen ja ästhetisches Lernen eine ob sie da einen Zugang zu hat, aber ich fand es interessanter sozusagen die Bewahrung und das Verstehen der Tradition oder der Überlieferung der Tora sehr im Mittelpunkt steht.
00:56:40: Und sozusagen die Kreativität habe ich gefunden in dem wie dass sie sich so wirklich so sehr tief, sich so erative Bohrungen unternimmt an der Sprache und an den Sprachwurzeln.
00:56:55: Und das hat ja auch eine Form finde ich irgendwo der Kreativität.
00:57:00: also sie meint ja auch nicht dass da was Neues entsteht sondern aber dass man das was da ist in ein kreatives miteinander oder gefühl gesetzt und sich sozusagen dann der sinn noch besser erschließt.
00:57:12: Und ja man dann irgendwie kennt, ah irgendwie niederlegen und ruhe glaube ich war es haben die gleiche wortsel.
00:57:21: genau
00:57:22: das glaube ich.
00:57:23: was ist ja total spannend.
00:57:25: also man geht so ein bisschen auf spurensuche in den worten und in den wurtwurzeln und das war mir sozusagen nicht so klar dass das so eine also das sozusagen dieser dass es auch sehr eingeübt wird und dadurch vielleicht sich so ein richtiger Habitus bei den Kindern und Jugendlichen lernt, weil wenn die das zweimal eben auch vermachen dann glaube ich wird man da auch sehr drin geschult.
00:57:49: Sich mit Sprache zu befassen und genau das nehme ich sehr stark mit.
00:57:53: Ja
00:57:53: ja und dann kommt's gleichso auch fast ins psychologische und existenzielle Kann nicht den Menschen und mich nicht auch besser verstehen an so einer kleinen Beobachtung von zwei Bedeutungen aus der einen Wortwurzel abgeleitet.
00:58:11: Das ist sehr schön, dass Sie das nochmal betonen.
00:58:17: Alles Gute und bis zum nächsten Glauben!
00:58:20: Dann sind wir jetzt bei unserer letzten Kategorie.
00:58:22: alles Gute- und bis zu dem nächsten Glauben.
00:58:25: Und ja hier gibt es ja traditionell immer unser Wort des Monats Mein Wort des monats Ist ein herzliches Lachen.
00:58:35: Also lachen genauer gesagt schlock und zwar warum Es braucht jetzt ein bisschen Kontext.
00:58:41: Und zwar, ich habe ja meine Lieblingsbibliostelle vorgestellt aus F-Sprüche.
00:58:45: Einenunddreißigfünfundzwanzig und die kann ich sagen nochmal wie sie heißt Kraft und Würde sind ihr Gewand Sie spottet der drohenden Zukunft?
00:58:53: Und es gibt das ist jetzt die Einheitsübersetzung und es gibt auch noch andere Übersetzungen wo es dann auch heißt sie lacht der drohnenden Zukunft ins Gesicht oder den kommenden Tagen.
00:59:07: Also einer der Übersetzungen schreibt Spottet und es geht aber eigentlich nicht um Sport, sondern es geht ums Lachen.
00:59:13: Und immer wenn ich diese Bibelstelle lese muss ich dann eine andere Bibelställe denken.
00:59:20: Und zwar gibt's ja im Genesys da empfängt Sarah eine Verheißung.
00:59:31: Ich hatte früher so ne Kinderbibel mit großen von Siegmund Köhler.
00:59:35: Und da waren immer so ganz große Bilder drin und deswegen habe ich das...
00:59:37: Von Sieger Köhle, oder?
00:59:39: Ja genau!
00:59:40: Siegen Sieger-Köhle.
00:59:43: Und er stand immer Sarah an einem Feldeingang und sie hat dann als die sozusagen die Verheißung gehört hat, hat sie in sich erst mal hineingelacht.
00:59:55: Und da ist ja die Frage, okay warum lacht jetzt irgendwie Sarah?
00:59:59: und sie geht dann so mit Gott in einen Dialog.
01:00:03: Und Gott fragt dann, warum sie denn lacht?
01:00:07: Und dann schreitet sie es ab und Gott antwortet aber doch du hast auch aber gelacht oder gibt's eine Dialog über ihre Reaktion?
01:00:17: Genau ich finde diesen Moment eigentlich echt sehr großartig weil sozusagen Gott ihr das erzählt und sie kann es irgendwie auch nicht so richtig fassen, weil man kann sich daran erinnern.
01:00:29: Sarah ist ja da schon ein bisschen älter.
01:00:31: Ist die hier nicht mehr nach der Frauenart?
01:00:33: Das ist da so schön!
01:00:35: Ja genau.
01:00:36: Also sozusagen kam sie einfach unerwartet und sie konnte vielleicht auch gar nicht fassen und hat sich aber gleichzeitig gefreut.
01:00:45: Und dann bekommt sie einen Sohn namens Hitzak Und das heißt auch eher lacht.
01:00:57: Ja, und man könnte dann sozusagen also aus diesem Lachen was vielleicht auch so ein bisschen so verdutzt, das kann ja gar nicht sein.
01:01:04: Zweifel wird da aber eigentlich diese Verheißung.
01:01:10: Das bedeutet jetzt nicht erstmal die Zukunft für dich ernst nimmt sondern dass sie das mit einer gewissen Kraft und Würde verkörpert.
01:01:23: Also der Spott und dieses Lachen ist jetzt irgendwie, also es ist nicht Sport über die Zukunft sondern eigentlich auch eine gewisse Freiheit, die sie hat.
01:01:32: Dass sich der Zukunft da auch so ein bisschen entgegenlacht.
01:01:35: Und genau deswegen finde
01:01:36: ich mag diese
01:01:37: Stelle ganz gerne.
01:01:39: und
01:01:40: ja,
01:01:41: deswegen is mein Wort des Monats Lachen und passt jetzt auch, wie ich es so gemerkt habe im Gespräch.
01:01:46: Auch ganz gut zu diesem... Zu unserer Gästin die ja viel Zeit damit verbringt sozusagen jüdischen Kindern, die Tora nahezubringen in einem intensiven Studium der einzelnen Wörter.
01:02:02: Und genau!
01:02:03: Das
01:02:03: ist sehr schön!
01:02:04: Ja also vom Werben muss das hier gerade genießen.
01:02:07: Also vom Auslachen zum Freudigen entgegen Lachen der Zukunft und der Menschen, also so ein bejahendes Lachen.
01:02:19: Sehr schön!
01:02:20: Ja danke!
01:02:22: Ich interessiere mich ja gerade für kleine Wörter und vor allem für Wörtern die man in anderen Sprachen nicht so gut sagen kann.
01:02:28: Und da fiel mir vor Kurzem ein als ich noch nicht hier so iht war.
01:02:35: Also das ist über vierzeig Jahre her.
01:02:37: Da fiel mehr ein Buch in die Hand... Da hieß es drin Die Liebe will gern getan sein.
01:02:48: Und das Wort des Monats für mich ist einfach gern, ja?
01:02:53: Wie toll es ist wenn man eine Aufgabe sein Leben gern tut und lebt!
01:03:01: Also das heißt so mit Schmackes nicht lästige heteronome auferlegte Pflicht sondern ich merke Da liegt auch meine Erfüllung drin.
01:03:13: Das ergreift mich, weil ich ergriffen
01:03:15: bin.".
01:03:15: Also das ist im Moment mein Wort gern!
01:03:21: Schön ja, das ist doch eine schöne Bedeutung.
01:03:24: Das benutzt man hier auch recht viel.
01:03:25: von daher nochmal schön die was wieder runter verstehen.
01:03:29: Genau da sind wir jetzt am Ende unserer Episode angekommen und da bleibt uns nichts weiteres als zu sagen alles Gute und bis zum nächsten Glauben.
01:03:40: Und glauben Sie nicht alles, was man Ihnen sagt.
01:03:43: Das war die neue Folge von Alles Glauben!
01:03:46: Wir hoffen ihr konntet etwas für euch mitnehmen.
01:03:48: Wenn euch diese Folge gefallen hat, abonniert gerne den Podcast und eine richtig große Freude macht ihr uns wenn ihr diesen Podcast mit fünf Sternen bewertet.
01:03:58: Alles gute euch und bis zum nächsten letzten Dienstag im
01:04:10: Monat.
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